WIR STELLEN UNS DEM KLIMAWANDEL
Dramatischer Insektenschwund und der Tod von Zugvögeln in Folge von Lichtverschmutzung sind zwar nicht die ersten Stichworte, die einem im Zusammenhang mit Klimawandel einfallen, doch das Thema verbindet ökologische, klimatische und gesellschaftliche Aspekte gleichermaßen.
Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung schützen Insekten, sparen Energie, senken dadurch CO2-Emissionen, helfen somit die Biodiversität zu erhalten und dienen nicht zuletzt der Gesunderhaltung des Menschen. Dadurch tragen sie ganz erheblich zum Klimaschutz bei.
Der Arbeitskreis Nachhaltiges Windach (AKNW) informiert daher gemeinsam mit der Gemeinde Windach – im Rahmen seiner Vortragsreihe „Wir stellen uns dem Klimawandel“ – über das globale Thema Lichtverschmutzung und mögliche Gegenmaßnahmen.
Lichtverschmutzung / LED-Einführung
Was kann jeder Einzelne dagegen tun und welche konkreten Schritte unternimmt die Gemeinde Windach?
Wann: Donnerstag, den 05. März 2026 um 19.00 Uhr
Wo: Gasthof am Schloss – Restaurant Wankerl in Windach
(Wer essen möchte, kommt bitte bereits ab 18.00 Uhr)
Referenten: Manuel Philipp (Geschäftsführer von Paten der Nacht) und
Dominik Böhlein (Geschäftsführer der EVF – Energievision Franken GmbH)
Eintritt: Frei
Dieser Vortragsabend ist in zwei Teile untergliedert.
Im ersten Teil erläutert der Physiker Manuel Philipp – doppelter Umweltpreisträger und Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation Paten der Nacht – in laienverständlicher und kurzweiliger Sprache die Ursachen und Folgen von zu viel Licht zur falschen Zeit. Vor allem aber zeigt er Lösungen für eine umweltgerechte und nachtschonende Beleuchtung auf.
Wie gelingt eine nachtschonende Außenbeleuchtung und welcher Mehrwert entsteht dadurch für uns Menschen? Die Antworten auf diese Fragen unterlegt unser Referent mit zahlreichen Praxisbeispielen. Dabei geht es genauso um private Beleuchtung an Haus und Garten, wie auch um Werbe- und in unserem Fall besonders wichtig, die Straßenbeleuchtung.
Sein Credo dabei lautet: 20 Milliarden Euro und Millionen Tonnen CO2 könnten europaweit eingespart werden, würde Außenbeleuchtung zielgerichteter, verantwortungsvoller und effektiver eingesetzt. Milliarden von Insekten und Millionen von Zugvögeln müssten nicht sterben, tagaktive Lebewesen – so auch wir Menschen – würden erholsamer schlafen und Krankheiten würden zurückgedrängt. Ein Gewinn für alle also, wobei weniger Lichtverschmutzung keineswegs weniger Sicherheit bedeutet, das Gegenteil ist der Fall.
Nach einer kurzen Pause übernimmt Dominik Böhlein den zweiten Teil des Abends.
Nach einigen Vortragsveranstaltungen, kontroversen Diskussionen und intensivem Abwägen des Pro und Contra hat der aktuell noch amtierende Gemeinderat den Beschluss gefasst, die Windacher und Schöffeldinger Straßenbeleuchtung in diesem Jahr auf die wesentlich energiesparendere LED-Technik umzustellen. Dabei wird die Gemeinde durch die Energievision Franken GmbH – vertreten durch ihren Geschäftsführer – unterstützt, welche die konkreten Planungen Laterne für Laterne durchgeführt und baureif umgesetzt hat.
Herr Böhlein wird uns das Ergebnis der beschlossenen Planung im Detail vorstellen und anschließend zusammen mit dem Bürgermeister, Herrn Michl, und dem Klimamanager der Gemeinde, Herrn Dr. Gehr, für Bürgerfragen zur Verfügung stehen.
Fazit:
Wer Lichtverschmutzung reduziert, betreibt gleichzeitig Arten-, Klima- und Ressourcenschutz.
Das Team des AKNW und die Gemeinde Windach, vertreten durch Herrn Bürgermeister Michl und Hr. Gehr (Energiemanager der Gemeinde Windach), freuen sich auf Euren/Ihrem Besuch.

